Hartnäckiger Schmutz, der sich innerhalb von Sekunden in Nichts auflöst


Nanogate GmbH Saarbrücken: Nano-Pulver erleichtern Unternehmen die Reinigung von Maschinen und größeren Flächen

 

"1999 war ein erfolgreiches Jahr. Wir haben alle unsere Ziele erreicht." Ralf Michael Zastrau, Geschäftsführer der Nanogate GmbH in Saarbrücken, ist mehr als zufrieden. Das ursprünglich aus dem Institut für Neue Materialien hervorgegangene und seit etwa einem Jahr mit internationalem Wagniskapital ausgestattete Unternehmen konnte mit 1,5 Millionen Mark seinen Umsatz im Jahr 1999 gegenüber dem Gründungsjahr verzehnfachen. Dieses Jahr wird mit fünf Millionen Mark eine deutlich höhere Marke angepeilt. Zur Zeit zählt das Unternehmen im Gewerbepark Eschberger Weg knapp 30 Mitarbeiter , davon sind die Hälfte gewerbliche Mitarbeiter.
Und deren Zahl soll weiter wachsen. "Wir wollen mit dem Trendthema Nanotechnologie unseren Teil zum Strukturwandel im Saarland beitragen", verspricht Zastrau. Anwendungsfelder des Nano-Pulvers sind beispielsweise optische Linsen, die mit einer extrem kratzfesten Schicht überzogen werden, Antihaft-Beschichtungen, die in der Industrie den Reinigungsaufwand großer Maschinen reduzieren, oder auch mit einer Schutzschicht auf Werkstoffen deren Korrosion verhindern.
Nanogate bietet potenziellen Kunden zusätzlich Beratung, um Einsatzmöglichkeiten der Nanotechnik umzusetzen. Zastrau: "Wir erkennen Marktchancen und bieten die passende Komplettlösung an."Wichtig für Nanogate ist der Erfolg seiner Kunden, denn erst dadurch lässt sich mit dem Nano-Pulver gutes Geld verdienen. Das zur Zeit bekannteste Produkt ist eine bei der Sanitärkeramik aufgetragene Antihaft-Beschichtung, die Schmutz durch einfaches Spülen mit Wasser abperlen lässt. Im Prinzip ein ähnlicher Effekt wie ihn jedes Kind von einer Pflaume her kennen sollte. Mit internationalen Keramik-Herstellern, in Deutschland unter anderem mit Duravit, dazu mit Infineon und der Bosch-Siemens-Hausgeräte GmbH hat das Saarbrücker Unternehmen langfristige Lieferverträge. Weitere Kooperationen seien geplant. "Wir sind nicht nur auf die Großindustrie ausgerichtet", so Zastrau. Und obwohl der Betrieb in Saarbrücken nur wenig, aber hochtechnisierten Platz braucht, wird bereits in den alten ABB-Hallen am Eschberg an einer Erweiterung gearbeitet. "Unseren Kunden liefern wir - qualitätsgesichert - direkt in die Fertigung. Wir wollen unsere Technologiekompetenz ständig ausbauen", so Zastrau, "um international Marktführer zu werden und zu bleiben." In den nächsten Monaten soll das Unternehmen zum führenden Systemhaus der chemischen Nanotechnologie heranwachsen. Ein Weg dazu ist die Verstärkung des Managements um international orientierte Vertriebs- und Marketingmanager. Aber auch die Umwandlung der GmbH in eine AG sowie Beteiligungsmöglichkeiten für Mitarbeiter sind geplant.

 

 

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